
M eine heutige Vorbereitungsreise – für die Nepalreise an Ostern – führt mich nach Kathmandu. Ich fliege wie üblich über die Emirate, habe einen Zwischenhalt, sitze zurzeit in Doha in der Airport Lounge und sinniere über Globalisierung – da doch dieses Wochenende gerade das WEF in Davos stattfindet. Die ursprünglichen, arabischen Traditionen sehe ich bei den Frauen, die mit traumhaften Abbayas durch den Duty Free spazieren. Die Haarteile unter dem schwarzen Schleier geben meinen orientalischen Geschlechtsgenossinnen eine Kopfform, die sie in Märchenprinzessinnen verwandeln, die schwarzen Augen funkeln durch ihre Gesichtsmasken. Es ist Nacht, sie sind selbstbewusst unterwegs – Männer sehe ich nirgends. Dann sind in dieser Umgebung die Touristinnen, die etwas nervös an ihren Rucksäcken nesteln und in den Reiseführern lesen. Und Asiatinnen, quirlig unterwegs mit Lacoste T-Shirts, Longchamp-Taschen und kleinen, farbigen Digitalkameras. Damit fangen sie jeden Augenblick direkt ein und senden die Fotos ihren Freunden weltweit. Neben mir sitzt eine Inderin mit Kleinkind, ihr Mann serviert ihr gerade einen Tee und übernimmt den Nachwuchs. Das Kind auf dem Arm spaziert er durch die Lounge. Die Männer unterhalten sich über die Freuden eines Vaters. Und dann ist da noch der chinesische Drache, der auf die bevorstehenden Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr hinweisen – gelebte Multikulti-Gesellschaft und Multikulti-Wirtschaft.
Ihre Sonja Müller Lang, in Doha, am 27.01.2012.
Sumatrastrasse 25, 8021 Zürich, T 044 350 30 50, F 044 350 30 54, www.womentravel.ch

Artikel twittern →
Auf Facebook publizieren →
Als Email verschicken →