Geschäftiges Treiben in Bodnath

D er heutige Tag war einer meiner schönsten. Er begann damit, dass ich bereits morgens um vier Uhr am Flughafen Doha in eine Maschine einstieg, die sich auf den Weg Richtung Kathmandu begab. Welch Gewimmel in diesem Flugzeug, genau so, als ob es nach dem Flug von heute morgen nie mehr einer stattfindet… Trotzdem finden sich überall Gesprächspartner, trotzdem lachen die Menschen einander an, trotzdem freuen sich alle auf die Rückkehr. Denn neben einigen wenigen Touristinnen und Touristen sitzen mehrheitlich Gastarbeiter aus Nepal im Flieger. Sie arbeiten in den arabischen Emiraten und freuen sich, jetzt nach Hause zu fliegen. Alle haben enorm viel Gepäck auch Bonbons, Candies und Mitbringsel für Frau und Kinder, viele telefonieren vor dem Start, was die Flight Attendant aus Liverpool ziemlich sauer macht. Nachdem auch der letzte sein Handy ausgestellt hat, geht es los. Beim Anblick der Himalaya-Bergriesen rund rum Kathmandu ein freudiges Gejaule, fast ein Applaus, der sicher den Göttern gilt, die hier in den Achttausender residieren. Ein fröhliches Trüppchen entsteigt dem Flugzeug, wir werden persönlich von kleinen Menschen mit farbigen Käppis begrüsst – Namaste!

Dann meine erste Erkundungstour nach Bodnath, wo ich Gläubige sehe, die sich auf dem Bauch Richtung Heiligtum vorwärts robben, Nonnen, die im Cybercafé surfen und diese Gruppe von Verkäuferinnen, die ihre Metallkübelchen auf Hochglanz polieren. Die Kinder machen auch mit, Mönche murmeln ihre Mantras. Eine andere Welt – unglaublich. Kaum noch zu Hause und jetzt im Himalaya. Welche Faszination! Morgen berichte ich weiter, von meiner Rekognoszierreise aus Nepal.

Ihre Sonja Müller Lang, Kathmandu, 28.01.2012,

 

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